Vierzehn Tage waren wir unterwegs auf Jugendreise.
41 Jugendliche. Acht Erwachsene im Team. Ein Haus direkt am Meer. Himmel og hav – Himmel und Meer. Das haben wir erlebt.
14 Tage unterwegs mit Gott. Auf dem Preikestolen, in Stavanger, bei den Andachten von den Jugendlichen.
Und dazwischen: vierzehn Tage ein enger Kosmos aus Zimmern, Diensten, Strand und Meer. Streit natürlich auch. Aber ausgesprochen. Nicht totgeschwiegen, nicht niedergebrüllt. Miteinander durchgestanden.
Geteilt wurde, was da war. Süßigkeiten, Sorgen, Musik, das letzte Handyladekabel.
Am Ende saßen alle mit allen am Tisch. Keine Grenzen mehr zwischen den Grüppchen von zuhause.
So ähnlich muss es bei den ersten Christen in Jerusalem gewesen sein. In der Apostelgeschichte verkaufen sie, was sie haben. Teilen es auf, jede und jeder bekommt, was sie braucht. Treffen sich jeden Tag. Essen zusammen, mit fröhlichem Herzen. Keiner sagt: das ist meins.
Nicht meins, nicht deins. Unser.
Vierzehn Tage hat das funktioniert. In einem Haus in Norwegen.
Warum eigentlich nicht auch bei uns? Reden statt schreien. Teilen statt neiden. Geben statt raffen. Das wäre doch was.
Erschienen in der Dithmarscher Landeszeitung