Das letzte Funkeln in den Augen ist noch da. Draußen mischt sich Böllermatsch mit Schnee. Die guten Vorsätze sind notiert und manche schon wieder vergessen. In der Welt und in meinem Leben geht es schon wieder drunter und drüber. Und schon spüre ich, wie sie verblassen, die großen Hoffnungen für 2026.
„Siehe, ich mache alles neu!“ – das ist die Jahreslosung. Ein großes Versprechen. Fast zu groß für den 7. Januar, an dem alles scheint wie immer. Doch da ist dieses „Ich“. Nicht: „Du sollst alles neu machen!“, sondern: ICH mache. Gott macht neu. Nicht nur mein kleines Leben, sondern wirklich alles: Systeme, die Ungerechtigkeit produzieren. Kriege, die niemals aufhören. Strukturen, die ausgrenzen.
Trauen wir Gott das zu? Ich glaube, Gott handelt – aber oft nicht laut, sondern im Stillen. Und er macht es nicht ohne uns. Wir dürfen uns nicht darauf zurückziehen, dass er schon alles richtet. Mit guten Vorsätzen allein schaffen wir es nicht; Gott braucht unsere Hände, um seine Möglichkeiten in die Welt zu bringen.
Erneuerung ist Zusammenarbeit: Gott bewegt, wir antworten. Gott öffnet Türen, wir gehen hindurch.
Alleine mit guten Vorsätzen schaffen wir es nicht, Gott braucht unsere Hände und Füße, um seine Möglichkeiten in die Welt zu bringen.
Was muss 2026 bei uns neu werden? Fangen wir gemeinsam mit ihm an.
Erschienen in der Dithmarscher Landeszeitung