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Mittendrin · 13.08.2025

Jeder soll machen, was er will

„Jeder soll machen, was er will” – diesen Satz höre ich wirklich oft. Die aktuellen Debatten ums Gendern zeigen das Gegenteil: Offenbar wollen viele ihre Weltsicht anderen auferlegen.

Jesus lebt anderes vor. Er begegnete Menschen mit radikaler Liebe – der Ehebrecherin, dem Zöllner, den Ausgestoßenen.

Zu glauben heißt: Die Würde aller Menschen so zu achten, wie sie sind. Auch ihr Anderssein, ihre Sexualität, ihre Identität. Jesus liebt bedingungslos: queere Menschen, trans Menschen, alle, die anders lieben.

„Gott schuf den Menschen nach seinem Bild” – das gilt für jede sexuelle Orientierung, jede Geschlechtsidentität. Gottes Vielfalt zeigt sich auch in der Vielfalt menschlicher Existenz. Wir sind nicht berufen zu urteilen, sondern zu lieben.

Wenn wir wirklich wollen, dass „jeder machen kann, was er will”, dann müssen wir queere Sprache, diverse Sexualitäten und geschlechtliche Vielfalt nicht nur tolerieren – wir müssen sie als Gottes Schöpfung würdigen. Das ist christliche Nächstenliebe.

Erschienen in der Dithmarscher Landeszeitung