Highway to Heaven - klingt nach einem Song aus den späten 80ern. Und ja, während AC/DC vom Highway to Hell sangen, denke ich in diesen Tagen oft an die andere Richtung. Denn mal ehrlich: Wer von uns fühlt sich nicht manchmal wie auf der Überholspur des Lebens? Vielleicht sogar auf dem Highway to Hell. Termine, Verpflichtungen, Sorgen – immer weiter, immer schneller.
Aber gerade im Advent, erinnere ich mich an ein anderes Tempo. An Momente, in denen ich bewusst die Ausfahrt nehme zu den wichtigen Nebenstrecken: Ein Gespräch am Lagerfeuer. Ein Glühwein mit guten Freunden. Das Öffnen des Adventskalenders mit meinen Kindern. Die Stille eines Wintermorgens.
Vielleicht ist das mein persönlicher Highway to Heaven: Diese kleinen Auszeiten. Momente, in denen ich spüre: Es muss nicht immer Vollgas sein. Der Himmel wartet nicht am Ende einer Rennstrecke. Er öffnet sich in den Momenten, in denen wir innehalten. Wo wir vom Gas gehen und merken: Die schönsten Ziele erreichen wir oft auf den Nebenstrecken des Lebens.
Erschienen in der Dithmarscher Landeszeitung